
Das Haar (in der Fachsprache als pilus oder capillus bezeichnet) ist ein aus Keratin bestehender Hornfaden, der auf der Haut von Säugetieren wächst. Haare bestehen hauptsächlich aus Keratin.
Alle Säugetiere tragen Haare auf Teilen ihrer Haut. Eine Behaarung der Schleimhäute findet nicht statt. Die menschliche Haut ist fast vollständig von Haaren bedeckt – mit wenigen Ausnahmen, außer an Stellen wie Handflächen, Fußsohlen und bestimmten Lippenpartien. Man gliedert menschliches Haar in Kopf-, Bart- und restliche Körperhaare.
Etymologisch geht das Wort „Haar“ auf mittelhochdeutsch und althochdeutsch „hār“ zurück. Diese Wurzel bedeutet ursprünglich „rauh, stachelig, struppig“.
Neben echtem Haar bei Säugetieren gibt es zahlreiche Strukturen, die dem Haar optisch ähneln, die volkstümlich ebenfalls als Haare bekannt sind. Dazu zählen etwa Sensillen bei Insekten. Diese Strukturen gelten jedoch biologisch nicht als echte Haare.
Die Haarbedeckung tierischer Haut wird häufig Fell genannt. Man unterscheidet Fellhaare (Capilli), Borsten (Setae), Wollhaare (Pili lanei) und Langhaare. Ergänzt wird das Haarspektrum durch Vibrissen, also Tastorgane. Einige Tiere tragen verhornte Haare in Form von Stacheln.
Ein einzelnes Haar gliedert sich in verschiedene Schichten. Es besteht aus Cuticula (Schuppenschicht), Cortex (Faserschicht) und Medulla (Mark).
Die Cuticula ist die äußerste Schicht und besteht aus flachen, verhornten Zellen, die dachziegelartig übereinanderliegen und in Richtung Haarspitze ausgerichtet sind. Ist die Schuppenschicht intakt, erscheint das Haar glänzend und geschmeidig.
In alkalischer Umgebung öffnen sich die Schuppen, saure Lösungen schließen sie.
Die Haarfärbetechnik Balayage (vom französischen „balayage“ = Kehren oder Fegen) ist ein trendiges Verfahren zur Farbgestaltung im Haar, die vor allem in den späten 2010er Jahren populär wurde. Nicht nur die Technik selbst, sondern auch das Frisurenbild trägt diesen Namen.
Anders als bei herkömmlichen Färbetechniken, bei denen oft das gesamte Haupthaar einheitlich behandelt oder zahlreiche kleine Strähnen farblich abgesetzt werden, wird die Haarfarbe bei Balayage-Technik individuell und in fließender Bewegung aufgebracht.
Die Färbung beginnt nicht am Ansatz, sondern erst in den unteren Haarbereichen, was ein fließendes, lebendiges Farbergebnis ergibt. Weil der Ansatz nicht behandelt wird, bleibt ein unschöner Übergang beim Herauswachsen aus.
Eine weitere Besonderheit liegt in der Möglichkeit, mehrere Farbtöne gleichzeitig zu verwenden, wodurch das Gesicht optisch modelliert und betont werden kann.
Obwohl auch kurze Haare gefärbt werden können, kommt Balayage bei längeren Schnitten besser zur Geltung. Sogar bei Kurzhaarfrisuren wie einem langen Pixie ist ein Farbverlauf möglich. Am beliebtesten ist Balayage jedoch bei langen Haaren.
Ursprünglich stammt Balayage aus Frankreich, und erstmals in den 1970er Jahren im Salon Carita in Paris zum Einsatz kam. Zur Trennung behandlungsfreier und kolorierter Strähnen kamen anfangs Wattepads zum Einsatz.
Die Verbreitung in den USA begann um 2010 mit dem Trend „Downtown-Blond“, nachdem Modeikonen und Stars diesen Look präsentierten.
Frisur bezeichnet die Gestaltung des Kopfhaares. Prinzipiell lässt sich jedes nicht zu harte Haar frisieren – ob menschlich oder tierisch. Die meiste Sorgfalt gilt der Gestaltung menschlichen Kopfhaars, wodurch sich vielfältige Frisiertechniken etabliert haben.
Der Frisur kommt in zahlreichen Kulturen eine große Bedeutung zu. Bei Haarverlust oder fehlender Möglichkeit zur gewünschten Frisur kann es zu Problemen kommen. Das betrifft Frauen oft stärker als Männer. Kahlheit wird häufig durch Hilfsmittel wie Perücken oder Haarteile verdeckt.
Haarmoden variieren je nach Epoche, Kultur und sozialer Gruppe. Sie können Ausdruck von Zugehörigkeit oder Abgrenzung sein – elitär oder nonkonform.
In Preußen musste im 18. Jahrhundert ein Zopf getragen werden – ungeachtet seiner Unpraktikabilität. Der Männerzopf wurde nach der Revolution in Frankreich als Symbol des alten Regimes abgelehnt. Die Revolution von 1911 in China beendete die gesetzlich vorgeschriebene Männerzopf-Tradition.
Individuelle Haarstile sind häufig Erkennungsmerkmal bekannter Persönlichkeiten. Die Band Kiss trat mit aufwendigen Frisuren und Schminke auf.
Je nach Frisur kann das Frisieren sehr zeitintensiv sein, weshalb der Schutz der Frisur vor Wind, Regen und Berührung wichtig ist. Um kurzfristige Modetrends mitzumachen, werden oft Perücken eingesetzt, etwa im Barock oder in der britischen Justiztradition. Die jahrhundertealte britisch-irische Perückentradition endete in Irland 2011.
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