
Balayage-Färbung (der Begriff leitet sich vom französischen „balayer“ ab, was Kehren heißt) ist eine moderne Methode der Haarfärbung, die insbesondere ab den 2010er Jahren stark an Beliebtheit gewann. Der Begriff wird heute auch für die damit erzielten Frisuren verwendet.
Im Unterschied zu klassischen Färbemethoden, die entweder flächendeckend oder mit vielen kontrastreichen Strähnchen arbeiten, wird die Farbe bei Balayage manuell und künstlerisch mit dem Pinsel eingearbeitet.
Die Färbung beginnt nicht am Ansatz, sondern erst in den unteren Haarbereichen, wodurch der Look weich, harmonisch und sonnengeküsst wirkt. Weil der Ansatz nicht behandelt wird, bleibt ein unschöner Übergang beim Herauswachsen aus.
Häufig werden verschiedene Farbnuancen eingesetzt, um Tiefe zu erzeugen, Kontraste zu schaffen und Gesichtspartien gezielt hervorzuheben.
Die Technik kann bei nahezu jeder Frisur angewendet werden – vorausgesetzt, das Haar ist lang genug. Sogar bei Kurzhaarfrisuren wie einem langen Pixie ist ein Farbverlauf möglich. In der Praxis wird Balayage vor allem bei Langhaarfrisuren angewendet.
Die Wurzeln dieser Technik liegen in Frankreich, und erstmals in den 1970er Jahren im Salon Carita in Paris zum Einsatz kam. Zur Trennung behandlungsfreier und kolorierter Strähnen kamen anfangs Wattepads zum Einsatz.
In den USA verbreitete sich Balayage um 2010, besonders an der Ostküste, nachdem Modeikonen und Stars diesen Look präsentierten.
Die Haarschneideschere ist eine in der Friseurpraxis unverzichtbare Schere. Sie besteht in der Regel aus rostfreiem oder rostbeständigem Stahl.
Friseurscheren – auch Haarschneidescheren genannt – unterscheiden sich nach Größe, Form, Schliff, Material und Einsatzzweck. Ergänzend zur üblichen Friseurschere gibt es diverse Varianten wie Effilier- und Modellierscheren, Slicescheren und Heißscheren. Letztere werden vor allem bei langem Haar verwendet, um die Spitzen beim Schneiden zu versiegeln. Für Linkshänder gibt es eigens entwickelte Linkshandscheren.
Im Aufbau besteht eine Friseurschere aus zwei Scherenblättern mit Schneiden, dem Scherenschloss (Schraube), zwei Schenkeln und zwei Augen. Zusätzlich kann an einem Auge ein Fingerhaken angebracht sein, der je nach Ausführung fix oder abnehmbar gestaltet ist. Er dient der besseren Kontrolle und Führung der Schere. Die Zentralverschraubung ist bei manchen Modellen justierbar.
Die Schneidblätter können entweder glatt oder mikrozahnt sein. Bei mikrozahnten Klingen gleiten die Haare nicht davon, was präziseres Arbeiten ermöglicht. Für das Ausdünnen oder sogenannte Slicen eignen sich glatte Klingen besonders.
Der ergonomische Aspekt ist beim Friseurschneiden entscheidend. Schere und Handhaltung sollten harmonieren.
Bei der klassischen Form sind Scherenblätter und Schenkel gleich lang und geformt, die Augen sitzen mittig auf den Schenkeln.
Bei ergonomischen Varianten ist meist ein Schenkel länger oder gebogen, wodurch die Augen nicht auf einer Höhe liegen. Sie ist für längere Belastung optimiert. Je nach Händigkeit ist die passende Ausführung erforderlich.
Ein Herrenfriseur alter Schule (aus dem Italienischen barbiere bzw. Französischen barbier, von dem spätlateinischen Begriff „barbarius“ für Bartscherer, stammend von lateinisch barba „Bart“), wurde im Frühneuhochdeutschen als Barbierer bezeichnet.
Ein klassischer Barbierer ist auf Männer spezialisiert, er übernimmt Bartpflege und -schnitt und ist in Deutschland im Gegensatz zum Friseur nicht dem Handwerk zugehörig. Für Dienstleistungen am Haupthaar ist laut deutschem Recht eine dreijährige Ausbildung mit Abschlussprüfung vorgeschrieben.
Zur Zeit des Mittelalters bis in die frühe Neuzeit hinein waren Barbiere in Bädern tätig – sowohl in Europa als auch in Ländern des Orients.
In den europäischen Badestuben übernahmen sie vielfältige Aufgaben im Bereich der Körperpflege. Auch Wundheiler, Badediener und chirurgisch tätige Barbiere wurden als Bartscherer genannt. Zu ihrem Aufgabenbereich zählten auch Zahnextraktionen, Aderlässe und Klistiere.
In der Neuzeit wandelte sich das Berufsbild zum Herrenfriseur, der sich auf das Schneiden und Pflegen von Kopf- und Barthaar spezialisierte. Im 20. Jahrhundert geriet dieser Beruf in Vergessenheit. Seit Beginn des letzten Jahrzehnts erlebt diese Sparte des Friseurhandwerks eine Renaissance. In der Szene moderner Barbiere werden häufig englische Begriffe verwendet: Barber für den Barbier und Barbershop für dessen Salon.
Im Mittelalter kannte man den Barbier bereits im 8. Jahrhundert. Man unterschied zwischen rasator (fürs Rasieren) und sanguinator (fürs Blutlassen). In einer um 1284 verfassten Bestimmung über die zunftmäßig organisierten Barbiere Venedigs wurde ihr Tätigkeitsrahmen definiert. Dieses beinhaltete Blutabnahme, Zähneziehen und sonstige Zahnbehandlungen. Ein Steinrelief aus dem 13. Jahrhundert an San Marco zeigt Barbiere beim Arbeiten am Bart und Gebiss.
Barbiere (oder Bartscherer) entwickelten sich wohl aus Badehauspersonal und spezialisierten sich auf bestimmte Aufgaben. Eine frühe Erwähnung findet sich 1397 in einem Amtsbrief in Köln. Barbierzünfte sind ab Mitte des 15. Jahrhunderts in den Hansestädten belegt: 1457 in Danzig, 1480 in Lübeck, 1486 in Hamburg.
Barbiere wurden auch Trockenscherer genannt, da sie – im Gegensatz zu Bademeistern – kein Warmbad anboten. Da Männer und Frauen im Warmbad nackt waren, begünstigte dies die Ausbreitung von Krankheiten. Bader hatten bei Barbieren ein geringes Ansehen. Barbiere kümmerten sich um Haare, Rasur und medizinische Fälle. Viele von ihnen waren belesen in Fachliteratur und praktizierten Zahnzug, Blutentnahme und Salbenherstellung.
Ein Coiffeur auch Frisör genannt in der Schweiz Coiffeur, ist ein Experte für die Pflege des Kopfhaares und die Ausarbeitung von Haarfrisuren. Ein Friseur mit besonderem künstlerischen Anspruch wird als Hairstylist bezeichnet.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt der Beruf historisch als eine Frauendomäne. Im Jahr 2010 lag der Frauenanteil bei Ausbildung sowie Ausübung im Beruf bei 82 %. Im Bundesgebiet stieg der Männeranteil bei neuen Lehrverträgen im Friseurberuf mit Stand 2023 auf 34 %.
Der Begriff „Friseur“ leitet sich aus dem Französischen ab, wo das Verb friser „kräuseln“ oder „zwirbeln“ heißt. Im Deutschen ist das Wort seit dem späten 17. Jahrhundert verbreitet. Bemerkenswerterweise war der Begriff im Französischen nie sehr gebräuchlich und ist mittlerweile veraltet; im Französischen heißt der Beruf – analog zur Deutschschweiz – Coiffeur (aus franz. coiffer „frisieren“).
Die offizielle weibliche Form der Berufsbezeichnung ist in Deutschland Friseurmeisterin, in der Schweiz Stylistin. Einst lautete die Bezeichnung in Deutschland Frisöse. Die Duden erklärt, dass die Bezeichnung Friseuse umgangssprachlich ist und nicht mehr offiziell anerkannt wird; die amtliche Form lautet Friseurmeisterin. Vermehrt wird in Deutschland auch der Begriff Haarstylistin verwendet. Historische Bezeichnungen im Deutschen waren Frisierer. Ein Barbier ist in der Regel ein Männerfriseur.
Basierend auf zwei klassischen Werken wird die Bezeichnung der Ausdruck Figaro gelegentlich als Bezeichnung für einen Friseur verwendet. Beide Komödien – das Werk Der Barbier von Sevilla und Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit – wurden Vertonungen berühmter Opern: Rossinis Der Barbier von Sevilla und Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro.
Über viele Jahre nannten sich Friseursalons in Deutschland hauptsächlich nach dem Betreiber. Um die Jahrtausendwende herum wurden, besonders in Großstädten, Salonnamen mit Wortspielen Mode, zum Beispiel wie etwa „Vier Haareszeiten“. Einige Friseursalons unterscheiden – in Abhängigkeit von Erfahrung – verschiedene Leistungsstufen, die sich für die Kunden in einer höheren Vergütung zeigen.
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