

Kopfhaarverlängerung ist der Sammelbegriff für Techniken, bei denen eigenes Haar mit zusätzlichen Strähnen verlängert und verdichtet wird. Der englische Fachbegriff lautet Hair Add‑Ons. In Deutschland wird diese Dienstleistung überwiegend von Friseuren ausgeführt, weil entsprechende handwerksrechtliche Vorgaben gelten. In einigen Bundesländern werden in Einzelfällen Ausnahmeregelungen zur Verlängerung erteilt, selbst wenn kein Friseurabschluss vorliegt.
Die Auswahl des richtigen Haartyps ist für das Ergebnis entscheidend. Haar, das möglichst naturbelassen aus Europa stammt, bietet beste Qualität. Dieses wird oft aus Regionen wie der Ukraine oder Belarus bezogen. Weil europäisches Haar rar ist, greift man in den meisten Fällen auf indisches Haar zurück. Dieses wird zunächst gebleicht und dann eingefärbt, damit es zu europäischen Farbnuancen passt. Zuerst verliert das Haar durch Bleichen seine Ausgangsfarbe, danach wird es mit Haartonfarben eingefärbt. Mit dieser Technik ist die Farbe widerstandsfähiger gegen Verblassen.
Die Struktur von indischem Haar kommt der europäischen Haarstruktur nahe. Durch den ähnlichen Querschnitt wirkt das Haar in Extensions natürlicher. Tempelhaar aus indischen Pilgerstätten ist daher ein wichtiger Rohstoff für die Haarindustrie. Dieses wird deshalb häufig „Tempelhaar“ genannt.
Damit Fremdhaar für Extensions gut geeignet ist, muss es bestimmte Merkmale aufweisen. Wichtig ist, dass alle Haarspitzen und Haarwurzeln in die gleiche Richtung zeigen. So bleibt das Haar geschmeidig, geschützt und qualitativ hochwertig. Die ursprüngliche Farbe sollte möglichst bestehen bleiben, damit nicht zu viele Farbschichten entstehen. In der Branche wird dieses als Remy‑Haar bezeichnet. Sogar Haar, das beim Herstellen von Premiumhaaren herausgesiebt wird, wird genutzt. Solches Material wird als Standard‑ oder Economy‑Haar geführt. Manchmal wird bei minderwertigem Haar die Cuticula in einem Säurebad abgelöst, um Verfilzungen zu vermeiden. Indische Frauen verwenden meist Henna‑Färbungen, die aus Pflanzenfarben bestehen und das Haar weniger angreifen. Deshalb gehört Haar, das mit Henna gefärbt wurde, meist zur niedrigeren Qualitätsstufe.
Frisur bezeichnet die gewählte Form des Haupthaars. Jedes flexible Haar kann in Form gebracht werden, unabhängig vom Ursprung. Beim menschlichen Kopfhaar ist der gestalterische Aufwand am höchsten, wodurch sich unterschiedlichste Techniken des Frisierens herausgebildet haben.
Frisuren spiegeln in vielen Kulturen Status, Identität oder Zugehörigkeit wider. Wenn das Kopfhaar nicht der gesellschaftlich erwarteten Form entspricht, kann dies zum Problem werden. Insbesondere Frauen sind davon emotional stärker betroffen. Kahlheit wird häufig durch Hilfsmittel wie Perücken oder Haarteile verdeckt.
Modefrisuren spiegeln die Dynamik von Kultur und Gruppenzugehörigkeit wider. Manche Frisuren stehen für Elite und Konformität, andere für Rebellion und Individualismus.
Im 18. Jahrhundert war der preußische Soldatenzopf vorgeschrieben, obwohl er unpraktisch war. Der Zopf als Teil der Perückenmode verlor nach 1789 an Akzeptanz. In China wurde die von der Qing-Dynastie geprägte Zopfpflicht mit der Revolution 1911 abgeschafft.
Individuelle Haarstile sind häufig Erkennungsmerkmal bekannter Persönlichkeiten. Elvis Presley wurde durch seine Tolle berühmt.
Je nach Frisur kann das Frisieren sehr zeitintensiv sein, weshalb viele Menschen versuchen, ihre Frisur vor Witterung oder Fremdeinwirkung zu bewahren. Perücken dienen auch dazu, temporären Haarmoden gerecht zu werden, etwa im Barock oder in der britischen Justiztradition. Irland beendete diese Tradition im Jahr 2011.
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